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Wie Hunde lernen – und wie sie nicht lernen können

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Hunde lernen, indem sie fast gleichzeitig (innerhalb einer Sekunde!) auftretende Ereignisse miteinander verknüpfen. Dabei verknüpfen sie sämtliche Sinnes-Eindrücke in der Situation mit: was sie hören, sehen, spüren, riechen,... und auch, wie sie sich in diesem Moment gerade fühlen. Darum ist es wichtig, dass sie eine positive Lernatmosphäre erleben und neu Erlerntes generalisieren können, d.h., herausfiltern dürfen, dass zum Beispiel ein Sicht- oder Hörsignal immer gleich bleibt (und somit relevant ist) und alle anderen Eindrücke sich immer wieder verändern. Das heisst, es braucht einige tausend (!) Wiederholungen an verschiedenen Orten mit verschiedenen Ablenkungsgraden, bis Gelerntes gut sitzt.

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Die Sitzdose

Die Sitzdose wird beschrieben in dem Buch: „Spiele für die Hundestunde“ von Maria Hense, hier die für uns angepasste und ausgeweitete Version

Zunächst einmal: die „Sitzdose“ ist kein Wurfgeschoss, sondern ein Signal für den Hund, sich hinzusetzen.
Wenn ein Hund total aufdreht, wenn es an der Tür klingelt oder Besuch „zum Fressen gern“ hat, füllt man eine Dose mit ganz tollen Leckerchen, auf die man (wegen des Showeffekts: der Hund kann lesen) "Sitz!" schreiben kann.

Die Dose steht am besten gleich neben der Haus- oder Wohnungstür. So kann man jedem, der hereinkommt, das Ding schnell in die Hand drücken (z.B. auch dem Postboten) und wann immer der Hund „loslegt“ , kann man sie zeigen, der Hund "liest", setzt sich, und bekommt dann aus der Dose ein Leckerchen.
Dadurch lernt der Hund: wenn jemand kommt, mach ich Sitz und bekomme dafür eine Belohnung.

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Heißt Ihr Hund auch „Nein“?

Kennen Sie den?
„Treffen sich zwei Hunde. Sagt der eine zum anderen: 'Und? Wie heißt Du?'
Sagt der andere: 'Fiffi, nein!!!'“

Das ist ein uralter Hundetrainer-Witz, der nicht nur einen Funken, sondern gleich einen ganzen Flächenbrand an Wahrheit besitzt.

Typische Szene am Samstagvormittag in der Hundeschule:
Die Hunde werden aus dem Auto gelassen, das heißt, sie springen schon mal einfach so aus dem Kofferraum, wenn Frauchen nicht aufpasst. „Fiffi, nein!!“ (heißt: „Spring nicht einfach aus dem Auto“).
Ein paar Sekunden später sieht Fiffi auf dem Hundeplatz seine Kameraden und zieht mit aller Macht in Richtung Eingang. „Fiffi, nein!!“ (heißt: „Zieh nicht an der Leine“).
Während der Begrüßung versucht Fiffi, an mir hochzuspringen. „Fiffi, nein!!“ (heißt: „Spring nicht am Trainer hoch“).
Fünf Minuten später schnüffelt Fiffi am Boden und hat dort ein Guttie gefunden, dass ein anderer Hund liegen gelassen hat. „Fiffi, nein!!“ (heißt: „Lass das Guttie dort liegen“).

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Training mit gestressten Hunden

Hört man immer wieder: Üben, üben, üben

Üben ist schon richtig aber mit Geduld und den richtigen Werkzeugen.

Zunächst mal, bei Spaziergängen soweit als möglich alles vermeiden, was dem Hund Stress bringen könnte. Wenn es nicht anders möglich sein sollte, eben den Hund ins Auto packen und dorthin fahren, wo man den auslösenden Stressfaktor weitestgehend oder ganz vermeiden kann.

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 "Plädoyer fürs Bescheidsagen"

 Es ist sehr sinnvoll, seinen Hund darüber zu informieren, dass man jetzt die Richtung wechselt, stehen bleiben oder umkehren will. Dass man ihn jetzt anfassen oder hochheben möchte.

Es ist nicht schön, wenn man gerade in die Gegend oder ein Schaufenster guckt und plötzlich kommentarlos zur Seite gerissen wird, oder? Wenn mir das zigmal am Tag passieren würde, wäre ich ziemlich "grundgereizt" oder hätte keine Lust mehr, mit dieser Person spazieren zu gehen, oder ich würde mich kaum trauen, in Schaufenster zu gucken, weil ich ständig auf sie achten müsste, damit mir das nicht passiert. Dabei würde ich vielleicht sogar gerne mit der Person weitergehen, ich bin nur gerade in etwas anderes vertieft. Leinenführigkeit ist eine Medaille mit zwei Seiten!

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